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Metamizol ist ein Cycloxigenasehemmer zur Behandlung akuter Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, von Koliken, Tumorschmerzen, sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, soweit andere therapeutische Maßnahmen nicht indiziert sind und bei hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht. Metamizol ist ein Prodrug. Durch nicht enyzmatische Hydrolyse entsteht der aktive Metabolit N-Methyl-4-aminoantipyrin. Dieser wirkt analgetisch, antipyretisch und spasmolytisch vermutlich durch zentrale und periphere Wirkungsmechanismen. Der analgetische Effekt von Metamizol beruht vermutlich auf der Inhibition einer zentralen Cyclooxygenase (COX)-3.
Metamizol ist in mehreren Ländern Europas, den USA und weiteren Staaten nicht mehr zugelassen, da es schwere, lebensbedrohliche Komplikationen auslösen kann (Gelbe Liste). 2017 warnte die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft deshalb, trotz geringer Inzidenz (bei einwöchiger Behandlung 1,1 zu einer Millionen behandelter Patienten), erneut vor einer Agranulozytose (Shah et al. 2019). Die Warnung wurde vor dem Hintergrund ausgesprochen, dass Agranulozytosen, wenn sie als Nebenwirkung von Metamizol auftreten, häufig tödlich verlaufen. Deshalb wird empfohlen, bei längerer Gabe von Metamizol regelmäßige Blutbildkontrollen durchzuführen und bereits bei ersten Warnsignalen einzugreifen und Metamizol abzusetzen. Häufige bis sehr häufige UAW sind in den Fachinformationen von Metamizol nicht mitgeteilt.